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CDU Vogelsberg votiert für Beibehaltung der bisherigen Wahlkreiseinteilung
Die vom Bundespräsidenten eingesetzte Wahlkreiskommission überprüft derzeit anhand der Grundsätze des Bundeswahlgesetzes die Einteilung der Bundestagswahlkreise mit dem Auftrag, dem Bundesministerium des Innern bis Mitte Januar 2011 in einem Bericht die notwendigen Änderungen vorzuschlagen.
Bei der nächsten Bundestagswahl werden im Vogelsberg voraussichtlich in Auswirkung dieser Entwicklung die Wahlkreise neu zugeschnitten. Dabei könnte in Osthessen ein neuer Wahlkreis entstehen, dem entweder nur Grebenhain und Freiensteinau oder gesamte Altkreis Lauterbach zugeordnet werden wird.
Eine Veränderung soll es auch im heutigen Wahlkreis Gießen/Alsfeld geben:
Schotten geht weg! Weil sich die Einwohnerzahlen verändert haben, schlägt der Landeswahlleiter vor, einen neuen Wahlkreis Main-Kinzig/Südvogelsberg zu schaffen. Dieser Wahlkreis 300 soll aus dem bisherigen Wahlkreis Fulda/Lauterbach, die Gemeinden Grebenhain und Freiensteinau, die Gemeinen Hosenfeld, Neuhof, Flieden und Kalbach sowie den Altkreis Schlüchtern umfassen. Der Wahlkreis Main-Kinzig soll 7 Kommunen im Bereich Bad Orb/Gelnhausen abgeben. Der heutige Wahlkreis Gießen-Alsfeld würde Schotten an den neuen Wahlkreis 300 übertragen, aus der Wetterau kämen Büdingen, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain und Ortenberg hinzu. Bei dieser Lösung Wahlkreis 300 blieben Herbstein, Ulrichstein, Lauterbach, Wartenberg wie bisher beim Wahlkreis Fulda.
Es gibt einen Alternativvorschlag der unter dem Stichwort Wahlkreis 175a diskutiert wird. Dabei würde der Altkreis Lauterbach geschlossen den heutigen Wahlkreis Fulda verlassen und in einen neuen Wahlkreis 175a wechseln. Stattdessen könnten dann Flieden, Hosenfeld, Kalbach und Neuhof beim Wahlkreis Fulda bleiben. Die Kommunen die aus dem Wahlkreis Wetterau und Main-Kinzig in den neu zu schaffenden Wahlkreis wechseln sollen, blieben die gleichen. Auch Schotten wäre nach dem Vorschlag des Landeswahlleiter Teil des Wahlkreises 175a.
Der CDU-Kreisvorstand hat diesen Sachverhalt in seiner jüngsten Sitzung im Lauterbach Hof in Lauterbach diskutiert und sich für die Beibehaltung der seitherigen Wahlkreisregelung ausgesprochen.
Wie CDU-Kreisvorsitzender Ulrich Künz im Anschluss an die Sitzung informierte, wird die CDU des Vogelsbergkreises keine Veränderung in der Wahlkreiseinteilung akzeptieren. Die CDU des Vogelsbergkreises ist der Auffassung, dass es durchaus möglich sei, eine Einteilung für den neuen Wahlkreis zu finden, ohne dass die Vogelsberger Gemeinden davon betroffen seinen. Für die Beibehaltung der bisherigen Wahlkreiseinteilung spreche auch die Tatsache, dass aus regionalpolitischen Gesichtspunkten die Zuordnung von Städten und Gemeinden des Vogelsbergkreises in einen Wahlkreis der von 3 Regierungspräsiden tangiert werde, nicht sinnvoll erscheint. Es würde auch die Vertretung der Vogelsberger Interessen sehr einschränken, wenn wir in Zukunft auf 3 Wahlkreise aufgeteilt werden, so CDU-Vorsitzender Künz.

